Ab in die Zukunft

Seit Anfang des Jahres ist Jörg Fritz der neue kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke Merzig GmbH. Im Interview spricht er über die bisherigen Eindrücke, die Stadtwerke als Treiber der Energiewende und darüber, wie die Themen der Zeit angepackt werden.

Sie sind nun seit mehr als 100 Tagen in Ihrer neuen Funktion als kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Merzig tätig. Wie war Ihr Einstieg und wie ist der bisherige Eindruck?

Fritz: Durch die offene Kommunikation wurde mir der Einstieg leicht gemacht und ich fühlte mich schnell in meiner neuen Funktion angekommen. Die gesamte Stadtwerke-Mannschaft ist total engagiert: Alle ziehen mit und gemeinsam wollen wir das Unternehmen weiterentwickeln.

Was hat die Stelle für Sie reizvoll gemacht?

Fritz: Obwohl wir mit etwas mehr als 70 Mitarbeitenden eher ein kleines Stadtwerk sind, sind die Stadt-werke Merzig gut aufgestellt. Wir haben eine eigene Tochtergesellschaft, die Netzwerke Merzig GmbH, die sich um unsere Strom- und Gasnetzinfrastruktur kümmert, und neben der herkömmlichen Energie-versorgung bauen wir Erneuerbare-Energie-Anlagen immer weiter aus. Wir betreiben zwei Windparks und entwickeln selbst PV-Großprojekte und andere Energie-Erzeugungsanlagen – das ist nicht selbstverständlich und macht die Stelle für mich umso spannender.

Die Stadtwerke Merzig sind fest in der Region verankert. Welche Rolle spielt das Unternehmen aus Ihrer Sicht für Merzig?

Fritz: Als kommunaler Energieversorger sorgen die Stadtwerke Merzig für den sicheren Betrieb der energetischen Infrastruktur und unterstützen die Merziger Bäder GmbH über den städtischen Haushalt. Wir sind Partner der Stadt Merzig bei Smart-City-Projekten und Treiber der nachhaltigen Energieversorgung. Die dezentrale Energieversorgung wird mit dem Ausbau erneuerbarer Energie aktiv von uns gefördert.

Sie sprechen die dezentrale Energieversorgung an. Wie sehen Sie konkret die Rolle der Stadtwerke Merzig in Sachen Energiewende?

Fritz: Wir bauen nicht nur die Stromnetze immer weiter aus und sorgen für eine sichere und bezahlbare Infrastruktur, wir erarbeiten auch Lösungen für die Wärmewende und setzen diese um. Zudem unterstützen wir unsere Kunden bei ihrer privaten Energiewende, indem wir Lösungen für zu Hause anbieten. Wir unterstützen beispielsweise beim Kauf und der Installation eigener Photovoltaikanlagen fürs Dach und kümmern uns um die Ladestation fürs E-Auto direkt vor der Haustür.

Auf welche Aufgaben freuen Sie sich am meisten?

Fritz: Ich freue mich darauf, die Mitarbeiter noch besser kennenzulernen, um gemeinsam Potenziale zu erkennen und noch stärker zu fördern. Wichtig ist mir die weitere Entwicklung von nachhaltigen und wirtschaftlichen Projekten in den Bereichen Strom- und Wärmeerzeugung.

Welche gemeinsamen Ziele verfolgen Sie kurzfristig, welche langfristig?

Fritz: Sowohl kurz- als auch langfristig wollen wir vernünftige Ergebnisse erwirtschaften. Kurzfristig werden dafür Projekte umgesetzt, die schon in der Pipeline sind. Langfristig sollen die Stadtwerke Merzig als Vorreiter im Saarland in Hinsicht auf die nachhaltige Energieversorgung noch mehr gestärkt werden. Auch wollen wir weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber bleiben, um künftig die richtigen Mitstreiter für uns zu bekommen und unsere jungen Talente weiter zu fördern.

Wie würden Sie den gemeinsamen Führungsstil mit Herrn Barth beschreiben?

Fritz: Wir beide haben einen kooperativen und situativen Führungsstil. Das bedeutet, dass wir Dinge vorleben und selbst anpacken, die Mitarbeitenden entsprechend deren Fähigkeiten einsetzen und Verantwortung vertrauensvoll übertragen.

Noch eine letzte Frage zum Abschluss: Wie tanken Sie in Ihrer Freizeit Energie?

Fritz: Ich bin gerne draußen in der Natur und man trifft mich beim Wandern, Nordic Walking und Radfahren. Entspannen kann ich mich bei Arbeiten rund ums Haus und im Winter beim Holzmachen im Wald. Die wichtigste Rolle in meiner Freizeit spielt für mich meine Familie.