So klappt es: Wallbox für Ihr Zuhause

Reicht zum Aufladen des Elektro­autos die Haushaltssteckdose oder ist eine private Ladestation nötig? Timo Friedrich von der Stadtwerke Merzig GmbH weiß Antwort.

Welche Vorteile hat eine private Ladestation?

Brauche ich so eine Wallbox überhaupt? Wer sein Elektroauto zu Hause aufladen möchte, fährt tatsächlich am besten mit einer Wallbox. Zwar lassen sich die Akkus von E-Autos im Notfall auch mit Strom aus einer normalen Haushaltssteckdose mit 230 Volt laden, aber dabei ist sehr viel Geduld gefragt: Den vergleichsweise kleinen Akku eines VW e-up! mit einer Kapazität von 32,3 Kilowattstunden (kWh) auf diese Weise vollständig zu laden, dauert rund 16 Stunden. Eine handelsübliche Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW benötigt dafür nur etwa drei Stunden. Bei größeren Akkus anderer Automodelle verlängern sich die Ladezeiten entsprechend. Außerdem ist das Stromnetz im Haushalt normalerweise nicht auf die hohe Dauerbelastung beim Laden ausgelegt – es kann überlastet werden und überhitzen.

Woher bekomme ich eine Wallbox und wer berät mich beim Kauf?

Fragen Sie direkt bei uns nach: Wir bieten selbst Wallboxen und/oder spezielle Stromtarife für E-Mobile an und fördern zusätzlich die Anschaffung einer privaten Ladestation. Unsere Experten beraten Sie zudem beim Kauf, kümmern sich um die Installation der Ladestation durch einen Fachbetrieb und die Anmeldung oder Genehmigung beim zuständigen Netzbetreiber.

Welche Wallbox ist für mich geeignet?

Was kostet sie und wird der Einbau auch vom Staat gefördert? Für Privathaushalte sind Wallboxen mit bis zu 11 kW Ladeleistung optimal. Das reicht auch zum Aufladen von Fahrzeugen mit größeren Akkus. Die Geräte müssen zudem beim Netzbetreiber nur angemeldet werden; bei Wallboxen mit mehr Leistung ist eine Genehmigung des Netzbetreibers nötig. Auch Mieter oder Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern können seit Ende 2020 den Einbau einer Ladestation für Elektroautos von den Miteigentümern beziehungsweise dem Vermieter verlangen. Bedingung: Sie müssen die Einbaukosten selbst tragen. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau entlastet der Bund aber Mieter, private Haus- und Wohnungseigentümer sowie Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften, wenn die Gesamtkosten für Wallbox, Installation und Anschluss 900 Euro übersteigen. Für Wallboxen mit 11 kW Normladeleistung können sie dann einen pauschalen Zuschuss von 900 Euro je Ladepunkt beantragen. Die Wallbox muss mit Ökostrom betrieben werden, intelligent und steuerbar sein. Hier finden Interessierte alle Förderbedingungen.