Windenergie: aus Merzig – für Merzig

Ein guter Start für die neuen Windparks Silwingen/Büdingen und Merchingen II: Die Bauarbeiten gehen zügig voran.

Die Stadtwerke bauen die Ökostrom-Erzeugung aus und auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an der Finanzierung. Drei Jahre dauerte die Planung und Genehmigung der neuen Windparks Merchingen II und Silwingen/Büdingen. Jetzt nehmen diese langsam Form an: Bis spätestens Mitte April soll der Bau von Kranstellflächen, Fundamenten und Wegen abgeschlossen sein, sodass die Windkraftanlagen geliefert werden können. Zudem müssen die Windparks natürlich noch an das Stromnetz angeschlossen werden. „Die Zukunft ist dezentral und erneuerbar: Diesem Motto folgen wir und bauen daher Windenergie vor Ort konsequent aus“, so Daniel Barth, Geschäftsführer der Stadtwerke Merzig. Und weiter: „Wenn alles nach Plan läuft, können die beiden neuen Windparks schon ab der Jahresmitte 2015 grüne Energie ins Netz speisen.“

Hand in Hand

Die beiden Mammutprojekte werden von der Windenergie Merzig GmbH entwickelt, deren Hauptgesellschafter die Stadtwerke Merzig (49,2 %) sind. Partner sind der Infrastrukturdienstleister VSE AG (20 %), die Ökostrom Saar Bürgerkraftwerke GmbH (6 %) und die BürgerEnergieGenossenschaft Hochwald eG (BEG) mit 24,8 %.
Über die BEG haben sich viele Bürgerinnen und Bürger an den neuen Windparks beteiligt, und auch bei weiteren Windkraft- und Photovoltaikprojekten im Saarland war und ist die BEG mittendrin statt nur dabei. So sind etwa Solaranlagen in Gemeinden des Kreises Merzig-Wadern in Vorbereitung. Denn genauso wie die Stadtwerke Merzig hat es sich die vor drei Jahren gegründete Bürgerenergiegenossenschaft zum Ziel gesetzt, die Energiewende in der Region in Schwung zu bringen und das Klima durch eine CO2-freie
Stromerzeugung nachhaltig zu schützen – die optimale Voraussetzung für eine Zusammenarbeit. „Wir freuen uns, dass sich Bürger so aktiv für Windenergie in der Region und damit für eine Stärkung der dezentralen Energieerzeugung einsetzen“, sagt Daniel Barth. Nicht zuletzt zahlt sich das finanzielle Engagement der Bürger im Beteiligungsmodell auch in einer weiteren Hinsicht aus: Für ihre Investitionen erhalten sie von der BEG eine Dividende, denn der Einsatz muss natürlich belohnt werden.

Bewährter Standort

Der erste Windpark im Merziger Ortsteil Merchingen wurde 2009 gegründet und zeigt, dass sich der Standort für Windenergie bewährt: Laut Angaben des Betreibers VSE AG haben die drei Windräder im Jahr 2014 insgesamt rund zehn Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist, 2011 waren es sogar über zwölf Millionen. Die neuen Windkraftanlagen Merchingen II und Silwingen/Büdingen werden die Nabenhöhe, den Rotordurchmesser und die Leistung der ersten drei Windräder sogar noch übertreffen.

Zahlen & Fakten

  • 3 Windräder umfassen die beiden Windparks jeweils.
  • 16,5 Megawatt leisten die sechs Windkraftanlagen zusammen.
  • 112 Meter beträgt der Rotordurchmesser jedes Windrads.
  • 14 Millionen Euro werden pro Windpark investiert.
  • 140 Meter hoch sind die Naben der Windräder.
  • 36 Millionen Kilowattstunden Strom werden voraussichtlich jährlich in beiden Windparks zusammen erzeugt.

Web-Tipp: Baufortschritt
im Bild

Viele weitere Bilder von den einzelnen Arbeitsschritten auf den Baustellen der neuen Windparks Merchingen II und Silwingen/Büdingen finden Sie auf der Webseite der Stadtwerke Merzig unterwww.stadtwerke-merzig.de